Warum Schweizer grosszügig sind
Seit etwa 5 Monaten bin ich wieder in der Schweiz. Beim “Rückreise-Kulturschock” spürte ich die Grosszügigkeit der Schweizer. Ja, Schweizer sind reich, gut (über-)versichert, haben protzige Häuser, teure Klamotten und fette Autos. Und sie sind selbstlos und grosszügig.
Beispiel: Ich weiss nicht mehr, wieviele Autos mir in diesen 5 Monaten zur Verwendung angeboten wurden. Darunter waren: Volvo (2x), Opel, SsangYong, VW (2x), Suzuki, Audi A4, Fiat Punto, Citroën, Alpha Romeo. Vermutlich noch mehr. In fast allen Fällen wurde ich gefragt, ob ich das Auto verwenden möchte ohne eine Gegenleistungen zu verlangen. Seit ich zurück in der Schweiz bin, hatte ich also fast immer ein Fahrzeug zur Verfügung. Herzlichen Dank dafür!
Warum sind Schweizer so grosszügig? Bist du auch so? Sind alle so?
Keine KommentareBlick zum Blick beim Brack
Ein Stereo-Headset für ein Ohr
Habe im Mediamarkt schon festgestellt, dass man in solchen Läden Leute mit Arbeitskleidern “anders” behandelt. Damals wollte ich ein Stereo-Bluetooth-Headset kaufen. Der Berater wollte mir ein Stereo-Headset für ein Ohr verkaufen:
Kunde (ich): “Öhm, Stereo-Headset für ein Ohr?”
Verkäufer: “Ja, spezielle, neue Technologie.”
Nächster Halt: Brack
Diesmal war ich beim Brack im Show-Room. Immer noch im Zivildienst, also immer noch in schmutzigen Kleidern. Klar hätte ich bei der Beratung statt “Vielleicht geht das bei Ihnen nicht wegen der Bildschirm-Auflösung…” lieber gehört: “Welche Auflösung hat denn ihr Bildschirm? …”.
Damit kann ich leben, denn ich finde es mehr als okay, dass man die Sprache den Kunden anpasst. Und wer kann wissen, dass ein nach Schweine stinkender Kunde eigentlich ein Web Worker und Blogger ist?
Aber bei welchen Kunden passt es, wenn man während der unmotivierten Beratung den Blick nicht von Blick-Online trennen kann? Ach komm, auch damit kann ich leben.
Jeder weiss es doch!
Vor circa einem Jahr bin ich prompt in die Brasilianische Qualitätsfalle gefallen. Beim Kauf von Küchenmessern dachte ich nicht daran, dass auch Küchenmesser auf dem Markt sein könnten, die ganz einfach nicht gut genug sind, um als Küchenmesser eingesetzt zu werden (wie die wenigsten Stühle für’s Draufsitzen geeignet sind).
Ich muss ehrlich gestehen, ich war kurz davor, diese Messer alle zu ersetzen, als meine “Mitbewohnerin” einmal mehr mich durch einen Ratschlag auf eine offensichtliche Überlegung brachte, auf die ich aber selber nicht gekommen wäre. Es könnte besser sein, ein Gadget zu kaufen (Hört sich schon mal ok an!), das die Messer schleifen kann, statt alle Messer zu ersetzen. Ich war sogar nicht mal sicher, ob die Idee wirklich gut war. Aber als ich herausfand, dass das Gadget rund CHF 5.00 kostet und ich noch nicht wusste, ab welcher Preisklasse gute taugliche Küchenmesser zu erwerben sind, entschied ich mich, auf den Rat meiner Lady zu hören.
Syndrom Work-Life-Balance
Vor meiner Reise nach Brasilien, litt ich unter leichter, akkuter Work-Life-Balance. Das ist eine häufige aber ernste Krankheit, bei der sich der “Anteil Arbeit” anschwillt und sogar mit dem “Anteil Leben” ins Gleichgewicht geraten kann. Wer lange daran erkrankt ist, bei dem wird die Krankheit chronisch. Not good.
Das Ziel soll sein, das Leben und die Arbeit in ein gesundes Ungleichgewicht zu bringen. Es ist nicht so wichtig wie wenig Arbeit da ist, vielmehr, dass Platz für das Leben da ist… finde ich.
Kürzlich habe ich aufgelistet, was ich seit einem Jahr nicht mehr gemacht habe. Die Reise nach Brasilien ist allerdings alles andere als ein Abgewöhnen. Endlich kam ich in den Genuss, über Monate viel freie Zeit und sehr wenige Verpflichtungen zu haben, jeden Tag überlegen zu können, was das beste für diesen Tag ist. Im Jahr vor der Abreise war ich oft in einem sehr geregelten Ablauf und fand kaum Gelegenheit, mich von der Work-Life-Balance zu befreien: (mehr lesen…)
Use your seatbelt for floatation
“…use your seatbelt for floatation….”
Das nennt man Versprecher. Doch wie nennt man es, wenn der Pilot in zwei Sprachen ankündet:
“Um 18:10 Uhr landen wir in Rio de Janeiro, Galeão International Airport. Zur linken Seite werdet ihr die berühmten Strände Copacabana und Ipanema sehen, sowie den Zuckerhut und die Statue Christ the Redeemer…”
Ein Fluggast fragte darauf um sich herum:
“Öhm, also ich bin auf dem Weg nach Sao Paulo, und ihr?”
Später sprach der Besorgte mit der schlanken Sandwich-Coca-Fruchtsaft-Dame die dann sofort vorne in der Kabine zum Telefonhörer griff. Kurz darauf die Nachricht des Piloten: (mehr lesen…)
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Arto Steiner ist mein echter Name. Habe Interesse an der Welt und den Einheimischen. Heute bin ich noch Web Worker. Wenn ich mal gross bin möchte ich ein Boot ohne Anker sein.