Warum Schweizer grosszügig sind
Seit etwa 5 Monaten bin ich wieder in der Schweiz. Beim “Rückreise-Kulturschock” spürte ich die Grosszügigkeit der Schweizer. Ja, Schweizer sind reich, gut (über-)versichert, haben protzige Häuser, teure Klamotten und fette Autos. Und sie sind selbstlos und grosszügig.
Beispiel: Ich weiss nicht mehr, wieviele Autos mir in diesen 5 Monaten zur Verwendung angeboten wurden. Darunter waren: Volvo (2x), Opel, SsangYong, VW (2x), Suzuki, Audi A4, Fiat Punto, Citroën, Alpha Romeo. Vermutlich noch mehr. In fast allen Fällen wurde ich gefragt, ob ich das Auto verwenden möchte ohne eine Gegenleistungen zu verlangen. Seit ich zurück in der Schweiz bin, hatte ich also fast immer ein Fahrzeug zur Verfügung. Herzlichen Dank dafür!
Warum sind Schweizer so grosszügig? Bist du auch so? Sind alle so?
Keine KommentareTraum aus – ab zu den Schweinen
So, jetzt ist der Traum aus. Nach zwei Monaten Wandern, Grillieren und Schlauchbootfahren (bezahlt) muss ich jetzt wieder mit Wecker aufstehen und lange Tage arbeiten. Das bin ich mir einfach nicht gewöhnt, aber als pflichtbewusster Schweizer weigere ich mich nicht und stelle mich dieser neuen Aufgabe…
Meine neue Arbeit im Zivildienst beinhaltet glückliche Schweine, Wasserbüffel und Ziegen füttern und pflegen.
Positives am neuen Job:
- Geschäftsauto (Audi A4) zu meiner freien Verfügung
- Muss nicht mehr doofe Hündeler zurechtweisen oder Neophyten jagen
- Ein nettes Victorinox-Messer erhalten mit diversen kleinen Schraubenziehern
- Jeden Tag ein mit Liebe zubereitetes Mittagessen
Negatives am neuen Job:
- 8 Stunden Arbeit pro Tag
- Jeden Tag vor 7 Uhr aufstehen
- Ich stinke wie die Kacke eines Schweins, das den ganzen Tag verdorbene Erbsen und Krautstiel-Abfälle isst – verdünnt mit einer Mischung aus abgestandenem Wasser, Dreck und dem Urin der ganzen (Edit: Schweine-)Familie. Ohne Glas.
Schweine sind eben doch Schweine. Liebevoll gemeint. Ich freue mich auf ein paar Wochen mit euch, liebe Dreckschweine!
Natürlich werde ich nicht jede Fütterung im Blog erwähnen, doch dies war mein erster Tag. Habe noch nicht genug den Überblick über alle möglichen Gefahren, die ich fördern könnte um blogwerten Inhalt zu generieren. Versuche mal etwas mit “Zwischen Mutter und Jungtier” oder so. Reiten kann ich nicht, aber die Flip-Videokamera trage ab morgen mit… Nehme natürlich gerne Ideen entgegen. Wer weiss was?
1 KommentarJeder weiss es doch!
Vor circa einem Jahr bin ich prompt in die Brasilianische Qualitätsfalle gefallen. Beim Kauf von Küchenmessern dachte ich nicht daran, dass auch Küchenmesser auf dem Markt sein könnten, die ganz einfach nicht gut genug sind, um als Küchenmesser eingesetzt zu werden (wie die wenigsten Stühle für’s Draufsitzen geeignet sind).
Ich muss ehrlich gestehen, ich war kurz davor, diese Messer alle zu ersetzen, als meine “Mitbewohnerin” einmal mehr mich durch einen Ratschlag auf eine offensichtliche Überlegung brachte, auf die ich aber selber nicht gekommen wäre. Es könnte besser sein, ein Gadget zu kaufen (Hört sich schon mal ok an!), das die Messer schleifen kann, statt alle Messer zu ersetzen. Ich war sogar nicht mal sicher, ob die Idee wirklich gut war. Aber als ich herausfand, dass das Gadget rund CHF 5.00 kostet und ich noch nicht wusste, ab welcher Preisklasse gute taugliche Küchenmesser zu erwerben sind, entschied ich mich, auf den Rat meiner Lady zu hören.
Haddu Heimweh?
Ab und zu fragt jemand ob ich im vergangengen Jahr schon Heimweh erlebt habe. Was ist eigentlich Heimweh?
Ist das wenn man gerne wieder jemanden sehen würde, den man lange nicht mehr gesehen hat? Ja, dann habe ich Heimweh.
Oder bedeutet Heimweh, dass man lieber an einem anderen Ort wäre, als man sich im Moment aufhält? Dann leide ich bestimmt nicht unter Heimweh.
Egal wie es heisst, ich bin von einem Ort den ich mag zu einem anderen Ort gereist, wo ich ebenfalls glücklich bin.
Aber was ist denn wirklich Heimweh? Wie fühlt man sich, wenn man Heimweh hat?
6 KommentareSyndrom Work-Life-Balance
Vor meiner Reise nach Brasilien, litt ich unter leichter, akkuter Work-Life-Balance. Das ist eine häufige aber ernste Krankheit, bei der sich der “Anteil Arbeit” anschwillt und sogar mit dem “Anteil Leben” ins Gleichgewicht geraten kann. Wer lange daran erkrankt ist, bei dem wird die Krankheit chronisch. Not good.
Das Ziel soll sein, das Leben und die Arbeit in ein gesundes Ungleichgewicht zu bringen. Es ist nicht so wichtig wie wenig Arbeit da ist, vielmehr, dass Platz für das Leben da ist… finde ich.
Kürzlich habe ich aufgelistet, was ich seit einem Jahr nicht mehr gemacht habe. Die Reise nach Brasilien ist allerdings alles andere als ein Abgewöhnen. Endlich kam ich in den Genuss, über Monate viel freie Zeit und sehr wenige Verpflichtungen zu haben, jeden Tag überlegen zu können, was das beste für diesen Tag ist. Im Jahr vor der Abreise war ich oft in einem sehr geregelten Ablauf und fand kaum Gelegenheit, mich von der Work-Life-Balance zu befreien: (mehr lesen…)








Arto Steiner ist mein echter Name. Habe Interesse an der Welt und den Einheimischen. Heute bin ich noch Web Worker. Wenn ich mal gross bin möchte ich ein Boot ohne Anker sein.